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Project
Stargate bezieht sich auf den Codenamen eines geheimen telepathischen
Abwehrprogramms des amerikanischen Militärs in den 70ern. Damals
wurden am Stanford Research Institute in den USA Experimente durchgeführt,
um dem Phänomen der "Fern-Sicht" auf die Spur zu kommen.
Der Künstler und Hellseher Ingo Swann gab an, er könne mentale
Reisen in jeden Winkel der Erde unternehemn und detailiierte Aussagen
über Form und Inhalt dieser Orte liefern.
Die Ausstellung Project Stargate erforscht, wie diese Leichtigkeit der
visuellen Aneignung unser Verständnis für die Essenz eines Bildes
verändert. Reduziert uns dies auf die Ebene eines machtlosen Konsumenten,
oder sind wir aktive Gestalter unserer visuellen Welt? Die Show versucht,
einzelne Aspekte des Konsums durch Aneignung auseinander zu nehmen, in
dem es die Erwartungen der Betrachtenden an bestimmten Stellen frustriert.
Informationen werden zurückgehalten und der Prozess der Enthüllung
hinausgezögert. Und durch die Abstraktion dieses Kommunikationswegs,
oder dadurch, das er mit anderen Mitteln ausgedrückt wird, kann ein
langsameres, tieferes, oder vielleicht schlicht ein anderes Verständnis
dieses Prozesses erfolgen. Dies ist ein Versuch, die Bedeutung von Design,
Form und Funktionalität greifbar zu machen, ohne das sie tatsächlich
sichtbar wird.
ablauf:
In einem Galerieraum in London sitzt eine Person an einem Schreibtisch.
(Diese Person stellt den Sender dar) Am Beginn eines Tages erhält
diese Person den Auftrag, ein Objekt oder ein Bild an eine Person zu vermitteln,
die an einem ähnlichen Tisch allein im Galerieraum in Berlin sitzt.
(Diese Person stellt den Empfänger dar)Die Ausstellung wird jeden
Tag zu den regulären Öffnungszeiten stattfinden und läuft
eine Woche lang. Am Anfang des Tages wird dem Sender ein Objekt oder ein
Bild ausgehändigt, das er so vollständig wie Möglich beschreiben
soll. Der Sender ist sich darüber im Klaren, das der Empfänger
auf seine Anweisungen reagieren und antworten soll, um das beschriebene
Objekt auf irgendeine Weise zu rekonstruieren. Jeder Tag soll ein neues,
unabhängiges Experiment sein, das nicht auf die Geschehnisse des
Vortages aufbaut. Der Empfänger darf per email mit dem Sender kommunizieren.
abstract:
Project Stargate belegt, dass es im Zeitalter von elektronischen
Medien und Satelitenübertragung, jedezeit Möglich ist, jeden
Ort, jede Aktivität und jeden Mechanismus irgendwo auf der Welt mit
zu erleben. Stargate erforscht, wie diese Leichtigkeit der visuellen Aneignung
unser Verständnis für die Essenz eines Bildes verändert.
Durch die Abstraktion des Kommunikationswegs zwischen zwei Personen, die
hunderte von Kilometern voneinander entfernt sind, , kann ein langsameres,
tieferes, oder vielleicht schlicht ein anderes Verständnis dieses
Prozesses erfolgen. Dies ist ein Versuch, die Bedeutung von Design, Form
und Funktionalität greifbar zu machen, ohne das sie tatsächlich
sichtbar wird.
Biografie
Claire Price ist eine der Direktoren von "the facility", einer
Design Praxis, die sich in allen Bereichen ihrer Arbeit - Architektur,
Texten oder Kuratieren, dafür einsetzt, neue Diskurse in der Kunst,
Architektur und urbanem Leben zu initiieren. Claire hat bereits Ausstellungen
für die Ikon Gallery in Brimingham und die Architecture Foundation
in London kuratiert. Sie hat umfangreiche Veröffentlichungen im Bereich
Kunst und Architektur und lehrt am Chelsea College of Art und an der Bartlett
School of Architecture in London.
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