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Belgrade
Paramilitary Project wurde in Zusammenarbeit mit Paula Miklosevic realisiert.
Es ist ein Auszug aus einer groß angelegten Untersuchung über
soziale und räumliche Trennungsmechanismen entlang der Kategorien
von Kleidung, Sprache, Verhalten und Konsum. Im Kontext des Urban Fog
of Belgrade analysiert es das Verschwimmen der Grenzen zwischen 1. der
weit verbreiteten militärischen Praxis des "Camouflage",
also des Verhüllens, Verschleierns oder Versteckens von offen liegenden
Objekten, um sie zu schützen; 2. der lokalen Geschichte von Truppen
des Paramilitärs, die in Tarnkleidung durch die Stadt marschiert,
nicht um zu schützen, sondern um Angst zu verbreiten; 3. Die Verwendung
von Tarnkleidung und -ausrüstung im subkulturellen Kontext, als eine
Ansage gegen das bürgerliche Verständnis von zivilem Leben,
als eine Art Mode der urbanen Guerilla; 4. die lokale und mediale Sucht
nach allem, was als neuer Trend in Kleidung und Selbstdarstellung stilisiert
werden könnte, unabhängig vom eigentlichen Kontext; 5. Die unbedachte
Bereitschaft der lokalen Kultur, mit einem ungewollten Militarismus Position
zu beziehen, in Betracht der noch immer angespannten Situation mit den
Nachbarländern. Der dress code in diesen Bildern verschwimmt und
ist schwer einzuordnen, so auch die Umgebung, in den er sich einfügt:
Er ist so unsauber und schwammig formuliert wie die allgemeine soziale
Situation im Land.
Biografie
Stevan Vukovic, geboren 1968 in Belgrad. Studierte Philosophie und Kunstgeschichte.
Abschluss als Bachelor der Philosophie an der Philosophischen Fakultät
Belgrad. Postgraduierten-Studium an der Jan van Eyck Akademie in Maastricht,
am Bauhaus Dessau und der Amsterdam School of Cutural Analysis. Seit 1992
als freier Autor, Kunstkritiker und -theoretiker tätig. Gewann den
"Lazar Trifunovic Award" für "beste Kunstkritik",
die 1998 in der Bundesrepublik Jugoslawien publiziert wurde.
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