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Bas Princens Fotografiereihe
ist der ruhige, visuelle Beweis für die Teile von Belgrad, die während
der beiden intensiven Bauphasen in den 60er und 90er Jahren entstanden
sind. Sie zeigen die Stadt als das extreme Resultat der Planung nach dem
zweiten Weltkrieg, ebenso als das Ungeplante aus der Zeit des Regimes
von Milosovic. Diese zwei Polaritäten, die in ihrer Dichte, Typologie,
Ideologie und Ästhetik stark auseinandergehen, haben eines gemeinsam:
die harte Realität und die wahrhaftig extremen Wege der Stadtwerdung.
Diese Sichtweisen zeigen die bedeutenden Unterschiede zwischen Belgrad
und dem Westen, aus dem Princen kommt. Belgrad erscheint, als wäre
es ohne Diskussionen, Debatten oder mit dem Ziel der Beständigkeit
gebaut - rauh und brutal. Princens Blick gibt dieser Disharmonie eine
ruhige, observierende Perspektive und "Weichheit", die diese
Räume nicht besitzen. Sie verweisen auf die inverse Natur der Stadt
aus einer Position heraus, die eine Ansammlung von hässlichen Gebäuden
in einer derartigen Dichte zeigt, dass die Stadt schön erscheint.
Die Stadt wird zu einer Anhäufung einzelner potenziell schöner
Gebäude, die auf eine hässliche und brutale Art zusammengequetscht
werden...
Biografie
Bas Princen ist belgischer Photograph und lebt und arbeitet in Rotterdam.
Er hat zum Thema der zeitgenössischen Stadt an mehreren Gruppenausstellungen
teilgenommen., u. a. bei Belgrad-Den Hag in der Stroom Galerie in Den
Haag. Seine letzte Soloausstellung war am Niederländischen Architekturinstitut
NAI in Rotterdam im März 2003.
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