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Bojan Boric, Jelena Mijanovic with Mikser (Igor Stoimenov, Maja Vidakovic)
Parallel Urbanity

teilnehmer

Parallel Urbanity beschäftigt sich mit den aktuellen widersprüchlichen Realitäten von Belgrad. Die Veränderung der Stadt in den letzten zehn Jahren war geprägt von parallel existierenden urbanen Systemen und der Entwicklung verschiedener Anpassungsmechanismen - physischer und psychologischer Art. Diese Systeme und Mechanismen waren die lebendigen Kräfte, die das Leben der Stadt aufrecht erhielten. Belgrad verkörpert viele Qualitäten einer Weltmetropole, da es durch Gegensätze wie global und isoliert, reich und heruntergekommen gezeichnet ist.

Die Intention der Installation ist - durch lebensgroße Projektionen urbaner Bilder und Sounds - den Beobachter physisch und psychisch an den konfliktreichen Realitäten von Belgrad teilnehmen zu lassen. Das Projekt erforscht die Nachkriegsbedingungen einer Stadt, in der die Grenzen zwischen legalen und illegalen Aktivitäten fließend sind. Handlungen beruhten auf Gesetzen, und Gesetze passten sich den Handlungen an. Nur durch diese Flexibilität war das Leben in Belgrad möglich. Die täglichen Anstrengungen des Überlebens ließen ständig neue urbane Räume entstehen, die durch spontane Transformationen gekennzeichnet waren.

Dieser spontane Urbanismus wurde durch die instabilen Regierungsbehörden und ihrer Unfähigkeit, die Probleme der Stadt in den Griff zu bekommen, genährt. Das Überleben auf der Mikroebene, das von den Anstrengungen einzelner Individuen abhing, war maßgebend für die urbane Entwicklung auf allen Ebenen. Parallel Urbanity gebraucht die Strukturen parasitärer Bereiche. Sie ergeben sich aus der Dialektik zwischen den parallel ablaufenden Systemen des Überlebens und der darunter liegenden Infrastruktur von Belgrad. Diese Beziehung ist symbiotisch und antagonistisch zugleich. Das dreidimensionale Gebilde mit zwei integrierten Videosequenzen will mit den linearen Methode der Dokumentation komplexer urbaner Phänomene brechen

Biografie

Die vier Künstler haben nach zahlreichen sozialen Projekten in den Bereichen der Stadtplanung, Journalismus, Dokumentarfilm und Kunst ihre Studios zusammengelegt und arbeiten gemeinsam in einer Reihe von Projekten mit dem Ziel, die urbanen Phänomene, die von den Mainstream-Medien und Organisationen unberührt blieben, zu erforschen. Ihre unterschiedlichen beruflichen und akademischen Hintergründe sorgen für eine Fülle an Einsichten und Ausdrucksarten.

     
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