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Wall*paperwall
Ana Araujo, Evangelia Fotsi, Sophie Handler, Aslihan Senel, Willem de Brujin
London, Bartlett School of Architecture
http://www.bartlett.ucl.ac.uk
http://www.geocities.com/wallpaperwall_berlin/
teilnehmer

Wall*paperwall. Die Wand wird im Allgemeinen als ein Hauptelement der Architektur betrachtet. Sie definiert im wahrsten Sinne des Wortes den architektonischen Raum, ein Innen als Gegenstück zur Außenwelt. Sie ist stabil, feststehend, unveränderbar, konstruktiv und unverzichtbar. Die Tapete ist ein minimales, aber starkes Mittel zur Transformation des Innenraumes. Sie ist eine dünne Papieroberfläche, dünn wie Haut. Sie ist ornamental, nicht konstruktiv. Trotzdem sie leicht ausgetauscht werden kann, macht sie etwas anderes aus dem Innenraum. Etwas, das aus der Außenwelt kommt. Andere Räume, andere Zeiten. Bilder von anderen. In gewisser Hinsicht funktioniert Tapete wie ein Fenster. Sie schafft einerseits die Verbindung zur Außenwelt, ist aber auch das Umgekehrte, da sie der Wand eine zusätzliche Ebene gibt, die das Innere vom Äußeren isoliert und so die Gerichtetheit nach Innen verstärkt und Privatsphäre schafft. In unserem Projekt ist der Innenraum, in dem die Tapete angebracht wird, die Stadt Berlin selbst.

Wall*paperwall nähert sich dieser komplexen Beziehung zwischen Innen und Außen, dem Häuslichen und Urbanen, dem Öffentlichen und Privaten. Als eine Ästhetik der Schnittstelle wird sie an den Fenstern angebracht, dieser letzten Schwelle nach außen, an der die Verbindung zwischen Innen und Außen am deutlichsten erfahren wird. Wall*paperwall ist ein doppelseitiger Eingriff: Es verkleidet die Innen- und Außenseite des Bikinihauses. Ein naturalistisches grafisches Muster, inspiriert von den Tapeten der fünfziger Jahre, der Erbauungszeit des Hauses, wird außen zeigen, was man sonst innen sieht. Ein Muster aus Texten – inspiriert durch Schriftzüge, die in unmittelbarer Umgebung zu finden sind – bringt das Urbane in den Ausstellungsraum. Die grafischen Muster “wachsen” über einige der Pfeiler in der Ausstellungsfläche.

“Proust selbst verwies auf die “Macht der Tapete”, die “es geschafft hatte, mich in das Herz einer Art Mohnblume einzusperren, aus der man die Welt anders als von Paris aus betrachtet.”
(Hapgood, Marilyn Oliver. Wallpaper and the artist: from Dürer to Warhol)

Biografie

Wall*paperwall ist ein Gemeinschaftsprojekt junger Architekten und Theoretiker von der Bartlett School of Architecture in London. Sophie Handler (1976), Evangelia Fotsi (1975) arbeiten an ihrem Master in Architekturtheorie, Aslihan Senel (1977) und Willem de Bruijn (1975) promovieren in Architekturtheorie, Ana Araujo (1974) promoviert in Design. In ihrer gemeinschaftlichen Arbeit wall*paperwall setzen sie sich mit der Grenze und Oberfläche von Gebäuden und Städten als Mittel der Wahrnehmung und ästhetisches Erlebnis auseinander.

     
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