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Maria Papadimitriou
found works
http://www.tama.gr
teilnehmer

“TAMA ist in Avliza angesiedelt, einem heruntergekommenen Gebiet im westlichen Teil von Athen, 10 km entfernt vom Zentrum der Hauptstadt und nicht weit vom Olympischen Dorf. Wandernde Bevölkerungsgruppen, wie Zigeuner und Vlach Rumänier aus Griechenlands Norden, nutzen diesen Ort als Quartier. Ich entdeckte diesen Ort zufällig, meine Eingriffe in sein Leben waren jedoch bewusst. Es ergab sich als natürliche Folge meines Verhaltens als Künstlerin. Ich habe diesen Ort zum ersten Mal 1998 mit meinen Freunden Catherina und Michel besucht, um nach alten Möbeln zu günstigen Preisen zu stöbern.

Als ich dort war, beeindruckten mich jedoch nicht die alten Möbel, sondern der Ort an sich; seine willkürlichen Organisationen, unerwarteten Ereignisse, ungeplanten Kunstwerke, fremden Menschen. Was ich dort sah, war das Konzept einer behelfsmäßigen Siedlung, eine Art post-urbane Stadt, die die temporären Wohnbedürfnisse ihrer Einwohner befriedigte und ökonomische Aktivitäten bot. Alles ist Teil dieser kleinen Stadt. Landschaft-Kleidung-Innenräume-unmöblierte Zimmer-Straßen-Autos-der Himmel-die Menschen. Ich begann jeden Tag nach Avliza zu fahren und wurde ein “abhängiger” Besucher. Den Ort und die Menschen zu beobachten, wurde zu meiner liebsten Beschäftigung. Ich wollte mit ihnen befreundet sein, an ihren Festen teilnehmen, ihre Probleme teilen und ihren Gedanken und Nöten lauschen.

Nach einem langen Anlauf schaffte ich es, und eine starke Beziehung begann. Die nomadische Art zu leben und die Besonderheiten der Gemeinschaft bewegten mich dazu, ein Kommunikationssystem zu etablieren, das dem Austausch innerhalb der Anwohner, mit mir selbst, mit Künstlern und der Öffentlichkeit diente. In kürzester Zeit realisierte ich, dass meine Freunde und Bekannten an dieser Geschichte beteiligt sein wollten, die ich das “Temporäre Autonome Museum für Alle” nenne, kurz: TAMA.”

Q: what made you turn to the community of Menidi and how did influence your own art practice?
A: Menidi is an untouched microcosm which I was interested to study and understand. Being a marginalised and a minority group they carry an interesting identity. An identity, however that is always in flux. Maybe this is what interest me more this idea of non-place, this nomadictribe.
Q: what brought you to call these images "found works"/objets trouvés?
A: I took those images because remind me artworks made by artists I like so I created my own microcosm full of replicas. A museum where everyone is able to look carefully around and discover. I had made the everyday part of our fiction, made the ordinary and plain.. extraordinary.
Q: are you saying something about the relationship between Athens and the contemporary art world?
A: living in athens is like be in the middle of an urban tornado. This gives you a lot of ideas if you have the "tools". It is the same for the big metropolis all around the world and for the artists as well.

Biografie

Nach Beendigung ihres Kunststudium an der Ecole Nationale des Beaux Arts in Paris lehrte Maria Papadimitriou (1957) an der Architekturfakultät der Universität von Thessaly in Griechenland. Sie gewann gerade den D'Este Preis 2003. Neben Einzelausstellungen nahm sie an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen, darunter den Biennalen von Sao Paolo und Tirana, teil. Seit 1998 arbeitet Maria Papadimitriou an dem Projekt T.A.M.A., dem “Temporary Autonomus Museum for All” das aus der Beobachtung und Teilnahme am Leben der Bewohner einer informellen Siedlung in der Peripherie von Athen entstanden ist.

     
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