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BTU Cottbus, Lehrstuhl Prof. Inken Baller
>gocji< monolith
http://www.tu-cottbus.de/entwerfen/bauenimbestand/
teilnehmer

das >gocji< projekt untersucht das thema urbane mobilität. in der fortschreitenden gesellschaftlichen transformation nehmen transitorische wegräume immer größere abschnitte der lebenszeit in anspruch. die architektur hat sich ausgiebig mit den start- und endpunkten von wegen beschäftigt, wenige haben den raum der mobilität erforscht. benjamins passagenwerk, virilos these einer dromologischen gesellschaft und die dérives der situationisten sind die bekanntesten vorstöße in den bereich der urbanen mobilität.

die >gocji< projektgruppe untersucht das thema in drei experimentellen workshops:
mobilität und stadt, in berlin;
mobilität und habitat, in einer leeren hochhausscheibe in halle-neustadt und
mobilität und kommunikation in einer sozialen skulptur in der ausstellung transformers in berlin.

der >gocji< monolith ist ein symbiotisches raumobjekt. im geschlossenen zustand misst es 2*3*1,30 m. die schnitte in der kubatur vermitteln einen körper, der ganz erscheint, dessen fragmentierung aber bereits stattgefunden hat. der geschlossene körper weist erkennbare schnittlinien auf, entlang derer die mechanischen bewegungvorgänge des objekts verlaufen. für den entfaltenden nutzer werden keine zwingenden konstellationen vorgegeben, die gesamtform zerfällt durch seine intervention in einzelne teile, die nur noch je an einem scharnier miteinander verbunden sind. im arrangement der elemente kann jeder nutzer seine figur zurechtrücken. jedes räumliche arrangement wird zur neuen konstruktion. wird der monolith geöffnet hinterlassen, finden die nächsten nutzer ein abbild der vorlieben ihrer vorgänger. die konfiguration des >gocji< monolithen konserviert soziale situationen.

das >gocji< ist anlauf- und verweilpunkt für die ausstellungsbesucher. der monolith enthält eine reihe von konkreten funktionsangeboten für sie: eine kaffebar mit mobilen sitzgelegenheiten, eine bibliothek mit lesebereich, eine liegefläche und einen dialograum. für besondere anlässe sind die funktionen eines dj-pults und einer bar-oberfläche integriert. der entfaltungsprozess des monolithen eröffnet schrittweise neue räumliche und athmosphärische situationen. die fünf elemente sind in einer linearen kette verbunden, ihre bewegungsspielraum dadurch limitiert. die generierten athmosphärischen bereiche überlagern sich, es entstehen störungen und synergieen. maximal entfaltet erreicht er eine länge von 9,73m, eine direkt bespielte fläche von 33,69qm und eine beinflußte fläche von 77,5qm. in zusammengefalteter form läßt er sich auf 2*3m = 6qm reduzieren. zwischen den maximalen entfaltung und der kompakten ruhestellung sind unterschiedliche ausdehnungen möglich. je nach arrangement, entstehen zwischen den funktionselementen querbezüge, die die linearität der reihe durchbrechen. ein beispiel: die liegefläche kann zur erweiterung der kaffebar genutzt werden, als sitzgelegenheit zum lesebereich oder für sich als ruhebett mit aussicht auf den affenbaum.

das projekt wurde gefördert von
corus metalle
reisser
rollenbau
schneider
und viele andere

der >gocji< monolith wurde gebaut an der BTU Cottbus, im lehrsaal der LS
plastisches gestalten; unterstützt vom LS konstruktion und fertigung, der
FMPA und der holzwerkstatt (fak2)

Biografie

>gocji< monolith ist Teil des gleichnamigen Entwurfsseminars am Lehrstuhl von Prof. Inken Baller an der BTU Cottbus, das von Markus Bader und Martin Ostermann betreut wurde.

Markus Bader, geboren1968, studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin und an der Bartlett School of Architecture in London. Seit 1998 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Inken Baller am Fachbereich Architektur an der BTU Cottbus, seit 1997 Mitglied der Gruppe raumlabor_berlin. Er lebt und arbeitet in Berlin und Cottbus.

Martin Ostermann, geboren 1968, studierte Architektur an der RWTH Aachen und Bartlett School of Architecture, London, anschließend besuchte er den Masterstudiengang Graduate Design an der Architectural Association. Nach seiner Mitarbeit im Studio Libeskind ist er 2003 Gründungsmitglied des Architektur- und Ausstellungsbüros magma architecture in Berlin. Zur Zeit arbeitet er als Lehrbeauftragter am Lehrstuhl von Prof. Inken Baller an der BTU Cottbus. Er lebt und arbeitet in Berlin, London und Cottbus.

Die Studierenden der BTU Cottbus:
Ruben Arend, Marina Brown, Kerstin Günther, Marc Joly, Stephan Loos, Marion Mannhold, Wolfgang Meißner, Constantin Mercier, Arndt-Benedikt Willert-Klasing, Sabine Zweifel

     
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